Freitag, 4. April 2025
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Heute ist internationaler Weltschlaftag. Um den gesunden Schlaf ranken sich viele Mythen. Räumen wir mit ein paar davon auf. Denn dass gesunder Schlaf wichtig ist, zeigen auch Zahlen der Suva: Bei jedem fünften Berufsunfall sind Schlafprobleme beteiligt.

Räumen wir erst einmal mit ein paar Mythen auf:

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1. Der Mittagsschlaf hilt, ein Schlafmanko aufzuholen:

Das ist eigentlich richtig. Alle Schlafperioden innerhalb von 24 Stunden können zusammengerechnet werden, um das nötige Soll an Schlafstunden zu erreichen. Bei anhaltenden Schlafproblemen sollte man aber besser auf den Mittagsschlaf verzichten.

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2. Man kann vorschlafen:

Das ist falsch. Kein Mensch kann auf Vorrat schlafen. Allerdings kann man einen kurzfristigen Schlafmangel schnell wieder ausgleichen. Aber: Schlafmangel wirkt sich aus wie Alkohol und erhöht das Unfallrisiko.

3. Der Schlummerbecher hilft, um besser zu schlafen:

Auch falsch. Alkohol hilft zwar beim Einschlafen, behindert aber das Durchschlafen. Mit zu viel Alkohol haben auch unsere Organe Stress. Dadurch ist der Schlaf in der zweiten Nachthälfte gestört.

4. Nackt schlafen ist gesünder:

Wieder falsch. Ideal ist ein bequemer, gut sitzender Pyjama. Dieser sorgt in der Nacht für die richtige Körpertemperatur und einen ruhigen Schlaf.

5. Fernsehen hilft, abzuschalten und besser zu schlafen.

Jein. Fernsehen kann helfen, nach einem anstrengenden Tag abzuschalten. Schläft man allerdings vor dem Fernseher ein, nimmt die Schlafqualität durch die Schlafposition sowie durch Licht und Ton eher ab. Auch sollte man kurz vor dem Schlafen nicht mehr fernsehen, wegen dem anregenden Einfluss des Blaulichts des Bildschirms.

Die Suva hat ein Quiz rund um den gesunden Schlaf entwickelt. Für alle, die sich das Quiz nicht gönnen möchten, hat die Suva einige Tipps auf Lager, um tatsächlich gesund zu schlafen:

Am Tag

  • Die Mahlzeiten und das Zubettgehen sollten möglichst zur gleichen Zeit erfolgen.
  • Bewegung: tagsüber körperlich aktiv sein.
  • Täglich mindestens 30 Minuten im Freien verbringen.

Am Abend

  • Wenig oder keinen Alkohol trinken.
  • Auf Koffein und Nikotin verzichten.
  • Eine leichte und warme Mahlzeit zu sich nehmen.
  • Vor dem Zubettgehen entspannen und abschalten.

In der Nacht

  • Ein ruhiges, dunkles und kühles Schlafzimmer fördert die Schlafqualität.
  • Eine Stunde vor dem Schlafengehen Fernseher, Handy und Tablet ausschalten.
  • Ritual zum Einschlafen festlegen.
  • Gedanken lenken – nicht grübeln, sondern an Angenehmes denken.

Zahlen zeigen, wie wichtig gesunder Schlaf ist

In der Schweiz zählen wir rund 53 000 Berufsunfälle pro Jahr. Am häufigsten passieren Stolper- und Sturzunfälle oder Verletzungen mit Maschinen oder Werkzeugen. Berufsunfälle verursacht durch Schlafprobleme führen nicht nur zu menschlichem Leid, sondern auch zu hohen Kosten. In der Schweiz werden jährlich schätzungsweise 283 Millionen Franken dafür aufgewendet.

Weil Ausgeschlafene sicherer leben, hat die Suva ein Präventionsmodul für ihre versicherten Betriebe entwickelt. Die Elemente des Moduls «Gut schlafen – sicherer leben» können nach Wunsch für eine Betriebskampagne zusammengestellt werden. Mehr Infos unter www.suva.ch/praeventionsmodule.

Update vom 19.3.19

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Chefredaktor safety-security.ch / CEO bentomedia GmbH / Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Betriebssanität SVBS / SFJ-Award für Qualitäts-Fachjournalismus

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