Samstag, 5. April 2025
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Nach einer unruhigen Nacht ohne ausreichenden Schlaf fühlen sich die meisten Menschen schwach und energielos. Gelegentliche Schlafprobleme lassen sich durch erholsame Nächte ausgleichen. Auf lange Sicht gesehen kann zu wenig Schlaf jedoch zu gesundheitlichen Problemen führen. Schlafexperte Markus Kamps weiss, wie wichtig das Schlafen für den Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz ist. Schliesslich sind wir konzentrierter, aufmerksamer und leistungsfähiger, wenn wir ausgeruht in den Alltag starten.

Ein erholsamer Schlaf ist für den Organismus, für Körper und Geist lebenswichtig. Während des Schlafens ist die Gehirnaktivität verändert, denn das Gehirn verarbeitet im Schlafzustand die Eindrücke und Geschehnisse des Tages, wodurch wir auch tagsüber wieder aufnahmefähig sind. Ebenso können sich der Stoffwechsel sowie die Abwehrkräfte regenerieren. Schlafen ist für die allgemeine Gesundheit wichtig und hält fit und munter. Nicht umsonst nimmt der Schlaf eine Menge Zeit ein, denn wir verbringen fast ein Drittel des Lebens schlafend und dies ist auch wichtig. Diese Zeit stellt die Funktionalität des Organismus sicher und hat grosse Auswirkungen auf das Wohlbefinden. Das Schlafen erfüllt somit wichtige Aufgaben, um lange gesund und aktiv zu bleiben.

Was schlaflose Nächte bewirken können

Die Leistungsbereitschaft ist ein wichtiger Meilenstein im Alltag. Sicherlich haben sehr viele Menschen schon mal eine Nacht gehabt, in der man schlecht geschlafen hat, das Ein- oder Durchschlafen Probleme bereitete oder man gar nicht erst einschlafen konnte und man am nächsten Tag deutlich bemerkte, dass der nächtliche Schlaf gefehlt hat. Man fühlt sich nicht sonderlich energiereich, das morgendliche Aufstehen fällt schwer und man schleppt sich mit Mühe durch den beruflichen und privaten Alltag hindurch.

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Nicht selten ist es der Fall, dass bei zu wenig Schlaf auch die Motivation verloren geht. Obendrein ist auch die Reaktionsfähigkeit nicht so gut, wie sie im ausgeruhten Zustand ist, sobald man seinen Alltagsaufgaben gerädert nachgehen muss. Bereits eine Nacht ohne erholsamen Schlaf kann sich daher schon bemerkbar machen. Halten Schlafstörungen hingegen über eine längere Zeit an, so sollten sie medizinisch diagnostisch abgeklärt werden.

Wissenschaftlich erwiesen – Schlafen hält fit

Die Wissenschaft interessiert sich insbesondere für den Schlaf und deren Auswirkungen auf die Gesundheit. Fest steht, Konzentrationsstörungen, Leistungsverminderung und Abgeschlagenheit können eines der ersten Anzeichen sein, die bei einem Schlafmangel bereits nach kurzer Zeit eintreten können. Ausserdem sind anhaltende Schlafstörungen auf Dauer ungesund und können Erkrankungen begünstigen. “Ich habe mal wieder schlecht geschlafen“, jene Aussage darf kein Dauerzustand sein. Es gibt medizinische und therapeutische Möglichkeiten, um Schlafstörungen zu behandeln und wieder mehr Lebensqualität und Vitalität zu spüren. Schliesslich ist ein erholsamer Schlaf nicht nur wichtig, um am nächsten Tag erholt zu sein, sondern schützt mitunter auch vor kognitiven Problemen und beugt im Alter einer Demenz vor, was aus einer Langzeitstudie der Nature Communications (2021; DOI: 10.1038/s41467-021-22354-2) hervorgeht.

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Mittagsschlaf kann erholsam sein

Sicherlich ist es im Alltag nicht immer möglich, einen Mittagsschlaf zu halten und erst daraufhin wieder seinen Aufgaben nachzugehen. Die Alltagsstruktur, diverse Termine, die Geschehnisse des Tages lassen es nicht immer zu, sich mittags einfach mal auf das Ohr zu legen. Wer tagsüber jedoch ein wenig Zeit hat, kann es einmal mit ein wenig Mittagsschlaf versuchen. Mindestens fünf Minuten und nicht länger als 30 Minuten sollte die Schlafenszeit am Tag andauern. Dennoch gilt, dass bereits ein paar wenige Minuten ausreichen, um erholter zu sein.

Wissenschaftler berichten ausserdem davon, dass ein Mittagsschlaf dem Arbeitsgedächtnis, der Sprachgewandtheit und Raumorientierung guttut, auf was eine Beobachtungsstudie in General Psychiatry (2020; DOI: 10.1136/gpsych-2020-100361) hinweist. Daher ist es doch stets wichtig, dem Thema Schlaf eine gewisse Aufmerksamkeit zu schenken.

Auf das nächtliche Raumklima achten

Eine angenehme frische Luft, die ideale Raumtemperatur von zirca 18 bis 20 Grad Celsius und Dunkelheit fördern einen erholsamen Schlaf. Deshalb ist eine angenehme Umgebung wichtig, um zur Ruhe zu kommen und gut schlafen zu können. Schliesslich regt Dunkelheit den Körper dazu an, vermehrt Melatonin (Schlafhormone) auszuschütten und den Organismus auf Entspannung und Schlafen einzustimmen.

Der Schlafzyklus besteht aus vier verschiedenen Schlafphasen, die nacheinander erfolgen. Die Einschlafphase, der leichte Schlaf, Tiefschlaf und REM-Schlaf, auch Traumschlaf genannt, sind jene Bestandteile. Damit diese vier Etappen komplikationslos und in der passenden Länge ablaufen, kann man selbst eine Menge dazu beitragen oder sich bei bestehenden Schwierigkeiten auch Hilfe einholen. Denn zweifellos ist ein erholsamer Schlaf wichtig für einen erfolgreichen Alltag.

Fazit

Schlafen ist gesund und tut dem allgemeinen Wohlbefinden gut. Wer ausgeruht und fit den Tag beginnt, kann diesen auch besser geniessen. Schliesslich ist es kein angenehmes Gefühl, müde und gerädert seinen Alltagsaufgaben nachzugehen. Deshalb sollte man, besonders wenn man längerfristig oder häufig schlecht schläft, selbst einmal darüber nachdenken, was man zu einem erholsamen Schlaf beitragen kann. Häufig helfen bereits ein paar Tipps und Hinweise weiter.

Autor: Markus Kamps
Als Schlaf-Experte, Schlafcoach, geprüfter Präventologe und begeisternder Vortragsredner widmet sich Markus Kamps seit über 20 Jahren erfolgreich der Schlaf und Rücken-Gesundheit.

 

Lesen Sie auch: «Gesund schlafen: Mythen und Tipps»

 

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